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Das grosse Kunstlexikon von P.W. Hartmann

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Fondporzellan , * Porzellan, in dessen einfarbigem * Fond ovale, kartuschenartige oder als * Vierpass ausgeführte Medaillons ausgespart sind, die Reserven genannt werden und zur Aufnahme gemalter Darstellungen dienen. Fondporzellan wurde in * Meißen seit 1720 hergestellt, mit kaffee- oder kapuzinerbrauner und seit 1725 auch mit sattgelber Fondfarbe; die ältesten erhaltenen Objekte sind mit 1726 datiert. Später gab es viele verschiedene Fondfarben, beliebt waren neben * Purpur auch * Seladon und * Kobaltblau. Die Blütezeit des Fondporzellans begann gegen 1730. Nach 1745 entstand auch in der * Manufaktur Vincennes-Sèvres sehr schönes Fondporzellan, das zum Teil mit "cailloutis" (Kieselsteine) genannten Goldtupfen und "vermiculés", kleinen würmchenartig gewundenen Goldverzierungen, geschmückt wurde.

O. WALCHA, Meissner Porzellan, Dresden 1986.


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