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Das grosse Kunstlexikon von P.W. Hartmann

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Fontange , seit der 2. Hälfte 17. Jh. bis 1730 gebräuchlicher Kopfputz der Frauen.

Der Name Fontange geht auf Marie Angélique de Scoraille, Herzogin de Fontange, zurück, einer Mätresse des Königs Ludwig XIV., die den Kopfputz en vogue gemacht hatte. Die Fontange bestand aus einem fächerartig geformten Drahtgestell und mehreren Reihen gerollter, mit Tüll versteifter Spitzen. Sie wurde in Verbindung mit der hochgesteckten Frisur über der Stirn schräg nach vorn gerichtet diademförmig getragen. In England gab es besonders hohe Ausführungen der Fontange, die fast doppelt so hoch wie der Kopf der Trägerin waren und "Tower" (Turm) genannt wurden. Mehr in die Breite als in die Höhe gehende Fontange hießen "a commode". Die Fontange stellte das Gegenstück zu der von Männern getragenen * Allongeperücke dar.

E. THIEL, Gesch. des Kostüms, Berlin 1987; I. LOSCHEK, Reclams Mode- und Kostümlex., Stuttgart 1988.


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