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Das grosse Kunstlexikon von P.W. Hartmann

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Friderizianisches Rokoko , nach Friedrich d. Gr. von Preußen (König 1740-1786) benanntes (preußisches) Rokoko (1740-1760).

Es zeichnet sich durch vergleichsweise einfache, weniger verspielt und überladen wirkende Formen aus und besteht aus einer Mischung von Formen des Barock, Klassizismus und Rokoko. Die vor allem klassizistische Prägung des Friderizianischen Rokokos wurde vom Bildhauer und "Dekorateur" Johann August Nahl, besonders aber von dem Architekten und Maler G. W. von * Knobelsdorff mitbestimmt, der seit 1740 Oberintendant der königlichen Schlösser und Gärten in Berlin war. Zu seinen bekanntesten Mitarbeitern zählten die als Bildhauer und Dekorateure tätigen Brüder Hoppenhaupt, deren Arbeiten gleichfalls zur Ausprägung des Friderizianischen Rokokos beitrugen. Johann Christian Hoppenhaupt, der jüngere der beiden, wurde "Directeur des ornaments" und Nachfolger J. A. Nahls, der wegen Überlastung Berlin heimlich verlassen hatte und danach u. a. in Bern wirkte.

Andere bekannte Vertreter des Stils waren der Maler A. Pesne sowie die Bildhauer F. Ch. Glume und J. M. * Kambli; letzterer wurde besonders seiner prachtvollen * Goldbronzen wegen geschätzt. Das Friderizianische Rokoko fand seine reinste Ausprägung bei der Ausstattung der Schlösser Charlottenburg, Berlin, Potsdam und Sanssouci, wo König Friedrich d. Gr. persönlich auf die Entwürfe der Ausstattung Einfluss nahm.

A. STREICHHAN, Knobelsdorff und das F., Burg 1932; W. KURTH, Sanssouci, Berlin 1962; H. J. GIERSBERG, Studien zur Architektur des 18. Jh. in Berlin und Potsdam. Zur Rolle Friedrichs II. v. Preußen als Bauherr und Baumeister, Diss. Berlin 1975; T. EGGELING, Studien zum F. G. W. v. Knobelsdorff als Entwerfer ornament. Innenraumdek., Diss. Berlin 1977; H. BÖSCH-SUPAN, Friedr. d. Gr. und Watteau, in: Watteau, Kat., Berlin 1985; H. J. Giersberg, F. in Potsdam, in: Barock und Klassik - Kunstzentren des 18. Jh. in der DDR, Kat., Schallaburg 1986.


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