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Das grosse Kunstlexikon von P.W. Hartmann

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Füllhorn , lateinisch cornu copiae, "Horn des Überflusses",

Früher häufig verwendetes Motiv. Aus dem hornförmig gewundenen Behälter mit weiter Öffnung quellen Früchte und Blumen, manchmal auch Münzen, Überfluss und Reichtum versinnbildlichend. Füllhörner sind oft auf alten Münzen dargestellt und gelten als Symbol segenspendender Gottheiten, z. B. der Glücksgöttin * Fortuna. Auch der * Prophet Joel wird mit einem Füllhorn wiedergegeben. In der griechischen Mythologie findet als erstes Füllhorn das abgebrochene und mit Früchten sowie Blumen gefüllte Horn jener Ziege Erwähnung, mit deren Milch die * Nymphe * Amalthea den kleinen * Zeus aufzog.

J. SIEVEKING, Das F. bei den Römern, Diss. Erlangen 1894.


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