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Das grosse Kunstlexikon von P.W. Hartmann

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Gagat , griechisch, "Pechkohle". Der Name Gagat wird abgeleitet von griechisch gagates, dem Namen eines Flusses in der Türkei bzw. der Stadt Gagis in Lykien/Kleinasien.

Alte deutsche Ausdrücke für Gagat sind Schwarzstein, Glanzkohle, Schmuckkohle und schwarzer * Agtstein. Gagat wird seit der Bronzezeit für die Herstellung von Schmuck verwendet. Besonders im 19. Jh. erfreute sich solcher Zierat großer Beliebtheit, weshalb auch Surrogate wie schwarzes Glas (schwerer als Gagat) und gehärteter Kautschuk (minderer Glanz) Verwendung fanden. Vgl. * Jet.

W. HAGEN, Kaiserzeitl. G.arbeiten aus dem rhein. Germanien, in: Bonner Jahrb. 142, 1937; O. ROCHNA, Hallstattzeitl. Lignit- und G.-Schmuck. Zur Verbreitung, Zeitstellung und Herkunft, in: Fundberichte aus Schwaben, NF 16, 1962.


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