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Das grosse Kunstlexikon von P.W. Hartmann

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Galerieton , Terminus für die altersbedingte dunkel-bräunliche Verfärbung von * Ölgemälden, die durch die Oxydation öliger Bindemittel und das starke Nachdunkeln und Vergilben des früer meist verwendeten Ölfirnisses (* Firnis) entsteht.

Ein bekanntes Beispiel für den Galerieton ist das lange Zeit als "Nachtwache" betitelte Gemälde von Rembrandt, bei dem es sich in Wirklichkeit um das * Doelenstück "Der Auszug der Schützenkompanie des Hauptmanns Frans Banning Cocq" handelt, wie die Restaurierung des Bildes ergab. Der besonders im 19. Jh. von Sammlern geschätzte Galerieton wurde von einigen Malern durch Verwendung dunkler Farbtöne oder das Einfärben des Firnisses bewusst nachempfunden, z. B. von Franz v. Lenbach (vgl. * Nachdunkeln).

E. de WITTE, M. GOESSENS-LANDRIE, The Influence of light on the appearance and the stability of varnishes, in: Bulletin de l'Inst. royal du patrimoine artistique 17, 1978/79.


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