Galionsfigur , ursprünglich bei alten Segelschiffen am Schiffsbug, später am * Galion und seit Beginn 19. Jh. nach Wegfall des Galions wieder am Bug befindliche, aus Holz geschnitzte Figur.
Ursprünglich hatten die Plastiken * apotropäische Bedeutung. Zudem sollten sie dem Gegner auch Angst einflößen, wie etwa die Drachenformen der Wikingerschiffe. Später dienten Galionsfiguren nur mehr als Zierde, z. B. die in Form von Halbfiguren ausgeführten wohlgestalteten schönen Frauen. Manchmal ist die Galionsfigur auch eine Personifizierung des Schiffsnamens. Für die Herstellung und Bemalung von Galionsfiguren wurden oft namhafte Künstler verpflichtet.
H. POULSEN, Gallionsfigurer og ornamenter på danske skibe og i danske samlinger, Kopenhagen 1976; H. J. HANSEN, G. Die figürlichen Bugverzierungen der Schiffe. Dt. Schiffahrtsmuseum Bremerhaven, Oldenburg, München, Hamburg 1979; D. KLASING, Die hölzernen Engel. G. aus fünf Jh., Bielefeld, Basel 1980.
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