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Das grosse Kunstlexikon von P.W. Hartmann

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Georg, hl. , der Name stammt von griechisch georgós, "Landmann", "Bauer".

Der Märtyrer ist einer der vierzehn * Nothelfer und zählt zu den in der christlichen Kunst am häufigsten dargestellten Heiligen. Nicht zuletzt zurückzuführen ist dies auf das ansprechende Motiv des gewappneten, auf einem weißen Pferd sitzenden und gegen den * Drachen kämpfenden Ritters. Sein Fest wird am 23. April gefeiert. Das Leben des Heiligen liegt weitgehend im Dunkeln; er soll um 303 den Märtyrertod erlitten haben. Unter den verschiedenen Georgslegenden ist seit dem 13. Jh. jene Version am weitesten verbreitet, wonach Georg ein in der römischen Armee dienender Ritter aus einem vornehmen Geschlecht Kappadokiens in Kleinasien war. Wie es heißt, lebte in einem See vor der Stadt Silena in Libyen ein gar schrecklich Drachentier, dem Lämmer und junge Leut' geopfert werden mussten, damit es die Stadt nicht verwüste. Als die Tochter des Königs, durch Losentscheid zum Opfer bestimmt, schicksalergeben in der Einöde vor der Stadt wartete, kam ihre Rettung in Gestalt des Ritters, der im Namen Gottes mit dem Drachen kämpfte. Vom Pferd aus verletzte er das Untier mit seiner Lanze so schwer, dass er den Gürtel der Prinzessin um dessen Hals legen und das Tier so bis vor die Tore der Stadt bringen konnte. Hier schlug Georg dem Drachen vor den Augen der Bürger mit seinem Schwert das Haupt ab und rief das Volk auf, den christlichen Glauben anzunehmen, da Gott ihm bei dem siegreichen Kampf geholfen habe (vgl. * Legenda aurea).

An einem anderen Ort wurde Georg wegen seiner Rede gegen die heidnischen Götter schweren Foltern ausgesetzt und schließlich enthauptet. Attribute: Ritterrüstung, weißes Pferd, Märtyrerpalme, Schwert und Lanze sowie ein Drache. Den Kämpfern gegen die Nichtchristen, u. a. in den * Kreuzzügen und im Verteidigungskampf gegen die eingefallenen Türken, galt Georg als Schutzpatron. Zu den frühesten, den Drachenkampf wiedergebenden Motiven zählen das gegen 1155 entstandene Relief am * Tympanon der Kathedrale von Ferrara und die um 1220 entstandene Darstellung am Tympanon der Gnadenpforte am Bamberger Dom.

W. F. VOLBACH, Der hl. G., Straßburg 1917; H. BRÜGGEMANN, Beitr. zur Gesch. der G.verehrung, Diss. Breslau 1943; E. KLIVINYI, Der hl. G. in Legende, Kunst u. religiöser Verehrung, Diss. Graz 1959; L. KÜPPERS, Der hl. G., Recklinghausen 1964; T. MARK-WEINER, Narrative cycles of the life of St. G. in Byzantine Art, Diss., New York 1977; K. J. DORSCH, G.szyklen des MA, Frankfurt/M., Bern, New York 1983; H. L. KELLER, Reclams Lexikon der Heiligen und der biblischen Gestalten, Stuttgart 1987; L. SEELIG, Der hl. G. im Kampf mit dem Drachen, Bayer. Nationalmus. Bildführer 12, München 1987.


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