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Das grosse Kunstlexikon von P.W. Hartmann
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Geschirr , von "scheren", in der Bedeutung von "zurechtmachen".
Zunächst Bezeichnung für diverses Werkzeug und Gerät. Das Sprichwort: "Wie der Herr, so das Gescherr (Geschirr)" weist darauf hin, dass die Handwerker ihre Werkzeuge ursprünglich zum Teil selbst herstellten und instand hielten.
1) Fachausdruck für die vom Graveur verwendeten Schneid- und Schleifräder sowie den ähnlich den "Zahnarztbohrern" spitz oder rundlich geformten Fräsköpfen. Diese werden beim Bearbeiten von * Schmucksteinen etc. fortlaufend mit diamanthaltigem Schleifpulver und Öl versorgt, damit gekühlt und gleichzeitig mit einer rauhen Oberfläche versehen, da sich die Diamantsplitter beim Gravieren in das Metall der Geschirre eindrücken.
2) In der Kunst werden unter Geschirr meist Gefäße verstanden, und zwar vornehmlich die von Kunstdrechslern und Goldschmieden hergestellten Pokale, Humpen und (gedeckelten) Vasen.
3) Bezeichnung für Teller, Schüsseln, Tassen etc., auch Tafelgeschirr genannt, bzw. für die in der Küche verwendeten Töpfe, Deckel usw., die beim Kochen Verwendung finden und Kochgeschirr heißen.
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