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Das grosse Kunstlexikon von P.W. Hartmann

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Gewände , seitliche rahmenartige Umgrenzung von Fenstern und Türen. Da früher bei der Errichtung von Mauern unregelmäßig geformte Natursteine und diverse Füllmaterialien Verwendung fanden, war das Gewände notwendig, um exakte, kantige Öffnungen zu gewährleisten.

Verwendung findet der Ausdruck Gewände auch für die Abschrägungen bei Fenstern und Türen. Besonders beim dicken Mauerwerk der Portale romanischer und gotischer Bauten sind die Öffnungen zu den Wänden nicht rechtwinkelig, sondern schräg verlaufend angelegt und oft mehrfach hintereinander gestaffelt, d. h. * abgetreppt. Bei figuralem Schmuck, z. B. bei Kirchenportalen, spricht man von Gewände-Figuren. Ein Gewände ohne formgebende Rahmung oder Abschrägung heißt auch * Laibung.


<< Gewachsener Stein Gewändefigur >>


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