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Das grosse Kunstlexikon von P.W. Hartmann

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Glasfluss , mit Metalloxiden gefärbtes, meist undurchsichtiges, bleihaltiges Glas, das seit der Antike zur Nachahmung edler Steine Verwendung findet.

Alte Bezeichnung für Steine aus Glasfluss sind Amansa und Amause. Manchmal wird Glasfluss auch als Glaspaste bezeichnet, von englisch paste (* Paste), entsprechend dazu nennt man die daraus gefertigten Steinnachahmungen auch Glaspastensteine. Für die Herstellung künstlicher * Edelsteine wurde pulverisiertes bleihaltiges Glas mit Wismut und Thallium vermengt und das geschmolzene Material, der Glasfluss, durch Einbringen in Modeln geformt und anschließend geschliffen. Die frühen Glasflüsse wurden meist zum Schneiden von * Gemmen und * Kameen verwendet. Im 18./19. Jh. erfreuten sich die aus Glasfluss bestehenden Steinimitationen und der damit hergestellte Schmuck vor allem in Frankreich großer Beliebtheit (* Bijouterie). Aus Glasfluss hergestellte * Edelsteine und * Schmucksteine werden auch Similisteine genannt. Für Diamantimitationen ist die Bezeichnung * Strass gebräuchlich. Das Formen der Glaspastensteine erfolgte früher, wie bei den * Druckperlen, mittels Formeisenzangen. (Künstlich erzeugte Edelsteine, deren chemische und physikalische Eigenschaften sich kaum von echten Steinen unterscheiden, heißen "synthetische Steine".)

W. HANNICH, Die Technik d. Glasschmuckes, Leipzig 1931; E. BRANDT u. a., G. und Glaspasten d. röm. Kaiserzeit sowie Nachtr., in: Staatl. Münzslg. München, München 1972.


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