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Das grosse Kunstlexikon von P.W. Hartmann

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Gnadenstuhl , seit dem 12. Jh. bekannte Darstellung der * Dreifaltigkeit.

Gottvater thront auf einem Stuhl und weist auf seinen für die Menschen gestorbenen Sohn hin. Zwischen den beiden oder über Gottvater und Jesus schwebt der * Heilige Geist in Form einer Taube. Es gibt auch Darstellungen, bei denen Gottvater ein * Kruzifix in Händen hat, sowie die Ausführung, bei der Gottvater den Leichnam Christi auf dem Schoß hält - eine Sonderform des * Imago-Pietatis-Motivs. Der Bildtypus des für die Erlösung der Menschheit geopferten Gottessohnes, den Gottvater darbietet, gilt als Einladung zum Empfang des * Sakramentes der * Eucharistie.

Eine besonders bekannte Darstellung des Gnadenstuhls entstand um 1145 in * St. Denis auf einer medaillonförmige Glasscheibe. Abgesehen von dem Gnadenstuhl, sind auf dem Medaillon auch der Wagen des Aminadab und die Bundeslade wiedergegeben. Eine von Abt Suger stammende Inschrift bezeichnet den Gnadenstuhl als einen auf der Bundeslade errichteten "Altar mit dem Kreuz Christi". Die Anfänge des Gnadenstuhl-Motivs sind auf Illustrationen des Messkanons zu finden (u. a. auf dem um 1120 entstandenen * Missale aus Cambrai, Bibl. municipale in Cambrai), und W. Braunfels bezeichnete 1954 den Text des Canon Missae als literarische Quelle für das Motiv des Gnadenstuhl.

G. NEUMANN, Die Ikonographie des G., Diss. Berlin 1953; W. BRAUNFELS, Die Hl. Dreifaltigkeit, Düsseldorf 1954; K. HOFFMANN, Sugers " Anagogisches Fenster" in St. Denis, in: Wallraf-Richartz-Jahrb. 30, 1968; J. E. ROSENTHAL, The drawings in an Anglo-Saxon pontificale: "Anthropomorphic Trinity or threefold Christ?", in: The Art Bull. 63, 1981.


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