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Das grosse Kunstlexikon von P.W. Hartmann

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Gouache (deutsch Guasch), die, von italienisch guazzo, "Lache",

Bezeichnung für deckende * Wasserfarben, die als dünne Schicht am Bildträger aufliegen, während bei der * Aquarellmalerei die Farben als * Lasur dienen. Die deckende Wirkung der Gouache wird durch * Pigmente oder den Zusatz weißer Füllstoffe, wie z. B. Kreide, erzielt. Sie bewirken das charakteristische "kalkige" Aussehen der Gouache-Farben, das auch dunklen Farbtönen eigen ist. Wie die Aquarellfarben enthalten auch Gouache-Farben Pflanzengummi (* Gummi arabicum, * Tragant usw.) als Bindemittel, und sie sind wie die Aquarellfarben während des Malens in der Farbwirkung viel kräftiger als nach dem Trocknen. Vor der Erfindung der verschiedenen Fototechniken wurden Gouache-Farben vor allem für Bildnisse verwendet. Als Bildträger für als * Miniaturen ausgeführte * Porträts dienten meist dünne Elfenbeintäfelchen.

W. PAULKE, Tempera und Gouache-Malerei, Leipzig 1977; L. MUSCH, Grundkurs Gouachemalerei, Ravensburg 1987.


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