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Das grosse Kunstlexikon von P.W. Hartmann

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Grablegung Christi , auch * Heiliges Grab, wenn im Bild auch das Grab zu sehen ist.

Nach der * Kreuzabnahme wurde der in weißes Leinen gehüllte Leichnam Christi in das Felsengrab gebracht, das * Josef von Arimathia für sich selbst hatte vorbereiten lassen, für Jesus aber zur Verfügung stellte. Bei der Bestattung sollen die beiden Mitglieder des Hohen Rates, Josef von Arimathia und Nikodemus, den Leichnam Christi getragen haben, wobei ersterer * Jesus am Oberkörper unter den Armen, Nikodemus dagegen Jesus an den Beinen festhielt.

Der Überlieferung zufolge wohnten dem Begräbnis auch noch Maria (die Mutter Christi), ferner Maria (die Mutter des Apostels * Jakobus), * Maria Magdalena und der Apostel * Johannes bei. Das Motiv des nur mit dem * Perizomium bekleideten toten Gottessohnes, der auf weißen Tüchern liegt und von den Trauernden umringt wird, heißt in der Bildenden Kunst "* Beweinung Christi". Manchmal wird das Sujet wegen der oft dargestellten Salbgefäße auch "Salbung Christi" genannt. Das ist allerdings unrichtig, weil die Salbung erst nach dem Sabbat hätte vorgenommen werden sollen (* Frauen am Grab).

Es gibt noch eine zweite Beweinungsdarstellung, und zwar nicht vor dem Grab (mit den Salbgefäßen), sondern unmittelbar nach der * Kreuzabnahme (* Pietà-Motiv). Als früheste abendländische Darstellungen der Grablegung Christi durch Josef von Arimathia und Nikodemus gelten die * Buchmalereien der * Schule von Reichenau, etwa im Codex Egberti.

G. SIMON, Die Ikonographie der G., Diss. Rostock 1926; A. SCHWARZWEBER, Das Grab Christi in der dt. Bildnerei des MA, Freiburg/Br. 1940; H. D. HOFFMANN, Die G. und Christus im Grab, in: Saarheimat 7, 1963; D. J. PALLAS, Die Passion und Bestattung Christi in Byzanz, München 1965; W. H. FORSYTH, The Entombment of Christ, French Sculpture of the 15th and 16th Centuries, Cambridge/Mass. 1970.


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