Ambo , der (Mz. Ambonen), von griech. anabainein, "hinaufsteigen".
Terminus für das in frühchristlicher und in romanischer Zeit vor oder neben den * Chorschranken bühnen- oder turmartig aufgebaute Podium mit Lesepult. Von den Stufen des Ambo aus sang der Vorsänger die Psalmenverse (* Graduale). Haufig verfügten die Ambonen separat über eine Aufstiegs- und eine dazu symmetrisch angeordnete Abstiegstreppe. Auf- und Abstieg waren in Ost-West-Richtung angelegt, damit der Weg des Priesters dem Lauf der Sonne folgte. Manchmal waren Ambonen auch paarig angebracht, einer für die * Epistel- und einer für die * Evangelienseite. Besonders aufwendig ausgeführt ist der aus dem ersten Jahrzehnt des 11. Jh. stammende Ambo im Münster von Aachen. Die Lesepulte wurden später am * Lettner angebracht. Ambo und Lettner waren die Vorläufer der im 14. Jh. aufkommenden * Kanzeln.
St. G. XYDES, The Chancel Barrier. Solea and A. of Hagia Sophia, in: Art Bulletin 29, 1947; D. HICKLEY, The A. in Early Liturgical Planning, in: Heythrop Journal 7, Oxford 1966; J. H. EMMINGHAUS, Gestaltung des Altarraumes, Leipzig 1977.
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