Gugel , Gugele, Kogel, Kugel, von lateinisch cucullus, "Kapuze",
1) Bezeichnung für die vom 12.-14. Jh. von Männern (zumeist der unteren Schichten) als Schutz getragene Kapuze mit angeschlossenem Schulterkragen. Im 14. Jh. wurde die Gugel zur Modetracht und löste sich vom Schulterkragen. Durch Verlängerung des Kapuzenzipfels entstand die so genannte "geschwänzte Gugel". Der lange Zipfel wurde meist seitlich herunterhängend getragen. Gegen 1360 war er so lang, dass er turbanartig um den Kopf geschlungen werden konnte, wobei das Ende an einer Kopfseite herunterhängend getragen und * Sendelbinde genannt wurde. Gugeln mit mehreren, meist mit * Schellen besetzten Zipfeln dienten als Narrenkappe. In ihrer ursprünglichen kapuzenartigen Form war die Gugel bis ins 16. Jh. bei Bauern und als Jagdtracht in Verwendung.
2) Helmform; die Variante, bei der das * Visier unter dem Sehschlitz wie eine Hundeschnauze spitz ausgebildet ist, heißt "Hundsgugel".
E. THIEL, Gesch. des Kostüms. Die europ. Mode von den Anf. bis zur Gegenwart, Berlin 1987.
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