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Das grosse Kunstlexikon von P.W. Hartmann
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Guilloche
1) nach ihrem Erfinder, dem Franzosen Guillot, benannte gleichmäßig eng nebeneinander gesetzte, oft ineinander verschlungene feine Linienornamente. Die Guilloche kann graviert sein (als Dekor bei Objekten aus Metall, Holz oder Elfenbein) oder gedruckt (als Fälschungsschutz auf Urkunden und Banknoten). Mit Guillochen verzierte goldene Gegenstände, z. B. aus der 2. Hälfte des 18. Jh. stammende * Dosen etc., sind häufig mit * transluzidem * Email überzogen, durch das die Ziergravur durchscheint (* Émail en ronde bosse). Als Erfinder der Guilloche wird manchmal auch Hans Schwanhardt (gest. 1621) angeführt, dessen Schwiegersohn Jacob Heppner (gest. 1645) wesentlich zur Verbreitung der Zierform beigetragen haben soll.
2) Liniengraviermaschine, mit der Guillochen hergestellt werden. Vor ihrer Erfindung wurden Guillochen auf * Drehbänken mit * Patronen-Steuerung graviert.
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