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Das grosse Kunstlexikon von P.W. Hartmann

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Gutenberg , Johannes (geb. zwischen 1394 und 1399 in Mainz; gest. 1468, Mainz), Erfinder des * Buchdrucks mittels einzelner, aus Metall gegossener * Lettern.

Sie entsprachen im Aussehen den damals üblichen handschriftlichen Buchstaben, setzten zugleich aber eine Vereinfachung und Vereinheitlichung der Buchstabenformen in Gang. Gutenberg, der Sohn des angesehenen Mainzer Bürgers Friele Gensfleisch wurde nach dem Hausnamen seines Vaterhauses benannt, der "Zum Gutenberg" lautete. Betreffend das Leben Gutenbergs, gibt es wenig gesicherte Daten. Schon während eines Aufenthalts in Strassburg 1434-1444 beschäftigte sich Gutenberg mit dem Buchdruck. Nach Mainz kehrte er spätestens 1448 zurück. Um einen Teil der in Strassburg angefallenen Schulden zurückzahlen und seine Pläne verwirklichen zu können, borgte Gutenberg von dem Mainzer Kaufmann Johann Fust 1550 * Gulden.

Gutenberg goss aus einer Legierung, bestehend aus Blei, Zinn, Antimon und Wismut, einzelne * Lettern und begann 1452 mit dem Drucken einer 42zeiligen Bibel in lateinischer Sprache in zwei Foliobänden. Dieses Werk dürfte 1455 in einer Auflage von ca. 30 * Pergament- und 150 Papierexemplaren erschienen sein. Von dieser "Gutenberg-Bibel" sind 40 Exemplare erhalten (vgl. * Inkunabel). Durch anfängliche Fehlschläge, Zinsenforderungen aus Stuttgart und eine Klage Fusts auf Rückzahlung des Darlehens geriet Gutenberg in arge finanzielle Bedrängnis. 1455 verlor Gutenberg den Prozess gegen Fust, und dieser gab 1457 gemeinsam mit Peter Schöffer den prachtvollen Mainzer * Psalter in Dreifarbendruck heraus, und zwar mit dem ihm von Gutenberg verpfändeten Druckgerät. In den Jahren 1457 und 1458 arbeitete Gutenberg gemeinsam mit dem Gesellen Heinrich Keffer in Bamberg bei Albrecht Pfister an der Herausgabe einer 36zeiligen Bibel. Mit Unterstützung des Stadtsyndikus K. Humery gelang es Gutenberg um 1459, in Mainz eine Druckerei neu einzurichten, in der dann 1460 das "Mainzer Catholicon" entstand, ein großes lateinisches Lexikon. Die Anstellung als Hofdrucker des Erzbischofs und Kurfürsten von Mainz (1465) entledigte Gutenberg seiner finanziellen Sorgen. Da keine der von Gutenberg gedruckten Schriften seinen Namen trägt, sind viele Zuschreibungen hypothetisch. Neben einem wahrscheinlich um 1441 in Strassburg entstandenen Kleindruck in Form eines nur als Fragment erhaltenen so genannten * Weltengerichtes lassen sich der Türkenkalender (um 1455), die Türkenbulle des Papstes Calixt III. von 1456 sowie ein Astronomischer Kalender (1457-59) ziemlich exakt datieren und Gutenberg zuschreiben. Weniger genau zu datieren sind die Entstehungszeiten seines Aderlass- und Laxierkalenders und die * Ablassbriefe für Zypern.

A. RUPPEL, J. G., Berlin 1947; F. A. SCHMIDT-KÜNSEMÜLLER, Die Erfindung des Buchdrucks als techn. Phänomen, Mainz 1951; R. BLUM, Der Prozeß Fust gegen G., Wiesbaden 1954; H. WIDMANN (Hg.), Der gegenwärtige Stand der G.forschung, in: Bibl. des Buchwesens 1, Stuttgart 1972; K. KÖSTER, G. in Straßburg, Mainz 1973; P. RAABE, G., Kat., Weinheim 1990; H. H. SCHMIEDT, "Gutenbergs Pilgerspiegel-Manufaktur", Sonderdruck aus Gutenberg-Jahrb. 1994, S. 22-31.


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