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Das grosse Kunstlexikon von P.W. Hartmann

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Haarbeutelfrisur , Haarbeutelperücke, Bezeichnung für eine seit Mitte 18. Jh. bei Männern übliche Haartracht, bestehend aus einem meist schwarzen Säckchen aus Seide, das die Nackenhaare oder das Ende einer Perücke enthielt, mit seidenen Bändern gebunden war und auf den Rücken hinunterhing.

Die Haarbeutelfrisur ging von Frankreich aus und verdrängte im Allgemeinen die * Allongeperücke und zum Teil den unter König Friedrich Wilhelm I. von Preußen eingeführten * Zopf. Während der Zopf beim Militär beibehalten wurde, bevorzugten modebewusste Kavaliere den Haarbeutel. Die vorher bei der Allongeperücke übliche Lockenfülle wurde stark eingedämmt und auf eine Lockenrolle über der Stirn (die später oft fehlte) sowie Lockenrollen über den Schläfen und Ohren reduziert. Diese Haartracht, in Verbindung mit dem Haarbeutel, wurde auch Vergette genannt. Wenn das eigene Haar verwendet wurde, war dieses stark pomadisiert und gepudert.


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