Hafnerkeramik , mit farbigen Zinn- oder Bleiglasuren versehene * Irdenware, deren Brenntemperatur 800 ° C nicht übersteigt. Neben einfachen Krügen und Schüsseln sind vor allem * Kacheln für Kachelöfen aus Hafnerkeramik hergestellt.
Das poröse Material wird erst durch die * Glasur wasserdicht. Bei alten Gebrauchsgefäßen aus Hafnerkeramik ist oft nur die Innenseite glasiert; erst seit dem 19. Jh. wurde es üblich, das gesamte Objekt mit einer * Glasur zu versehen. Alte aus Hafnerkeramik hergestellte Geschirre weisen oft schöne Schlickerbemalungen auf, speziell die früher im ländlichen Raum üblichen so genannte Bauernschüsseln (* Pâte sur pâte).
E. MEYER-HEISIG, Dt. Bauerntöpferei, München 1955; P. STIEBER, Dt. Hafnergeschirr, München 1967; P. STIEBER, Die Kroninger Hafner-Ordnung von 1428. Vollständiger Text, Glossen u. Kommentar, in: Schriften des Dt. Hafner-Archivs, H. 8, München 1972; I. BAUER, Hafnergeschirr aus Altbayern, München, Berlin 1976.
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