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Das grosse Kunstlexikon von P.W. Hartmann

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Harfenbild , Bild mit drei verschiedenen Ansichten, ähnlich dem so genannten * Reliefbild.

Harfenbilder entstanden vor allem im 19. Jh., meist unter Verwendung von * Öldrucken. Die Herstellung eines Harfenbildes erfolgte in der Weise, dass an den Schmalseiten eines im Allgemeinen 25-30 cm hohen Kastenrahmens senkrecht (wie die Saiten einer * Harfe verlaufend) in gleich großen Abständen (2-3 cm) Lamellen von etwa 2-3 cm Breite gegen den Hintergrund des Rahmens hin eingesetzt wurden. Von vorn betrachtet wirken die Lamellen wie die Saiten einer Harfe. Zwei verschiedene Bilder (Öldrucke) wurden danach von oben nach unten in gleich breite Streifen (in der Breite der eingesetzten Lamellen) zerschnitten. Der Darstellung entsprechend, wurden alle Streifen des einen Bildes auf alle linken Seiten der Lamellen und alle Streifen des zweiten Bildes auf alle rechten Seiten der Lamellen geklebt. Betrachtet man das so entstandene Harfenbild links davon stehend, so erscheinen alle auf den linken Seiten der Lamellen befindlichen Bildstreifen als Gesamtbild, und analog dazu sieht man, wenn man den eigenen Standort ändert und das Harfenbild von rechts betrachtet, alle rechten Seiten der Lamellen, die mit den streifenförmigen Bildsegmenten des anderen Bildes beklebt sind, gleichfalls als Gesamtbild. Zerschneidet man nun ein drittes Bild von oben nach unten in Streifen und klebt diese, der Darstellung entsprechend, in die zwischen den Lamellen befindlichen streifenförmigen Freiräume an die innere Rückseite des Kastenrahmens, so ist dieses Bild dann als Gesamtbild zu sehen, wenn man das Harfenbild von vorne betrachtet. Bei der Herstellung eines Harfenbildes können anstatt der erwähnten Lamellen für jede Lamelle auch zwei senkrecht gespannte Darmsaiten Verwendung finden, wobei eine Saite im Kastenrahmen vorne von oben nach unten gespannt wurde und die dazugehörige zweite Saite knapp vor der Rückwand des Rahmens. Die Saiten dienen dann anstatt der Lamellen als Führung für die Rücken an Rücken aneinandergeklebten streifenförmigen Bildsegmente für die Gesamtansicht von rechts bzw. von links. Die für das dritte, d. h. in Frontalansicht zu betrachtende Bild benötigten Bildstreifen werden (wie bei der Lamellenausführung) an die innere Rückwand des Kastenrahmens geklebt.

E. v. PHILIPPOVICH, Harfenbilder, in: Kuriositäten. Antiquitäten. Ein Handbuch für Sammler und Liebhaber, Braunschweig 1966.


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