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Das grosse Kunstlexikon von P.W. Hartmann

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Helena

1) Heilige. Die um 255 n. Chr. geborene schöne Flavia Julia Helena soll Stallmagd oder Herbergswirtin gewesen sein, bevor sie die Gemahlin des römischen Heerführers Constantius Chlorus und später auch dessen Mitregentin wurde, als er Mitkaiser Diokletians war. 285 n. Chr. gebar Helena ihrem Gemahl einen Sohn, den nachmaligen römischen Kaiser Konstantin I. d. Gr. (306-324), unter dem das Christentum staatlich anerkannt und gefördert wurde (Konstantinische Wende). Nach der Eroberung des Ostteils des römischen Reichs durch ihren Sohn Konstantin reiste Helena im Jahr 324 ins heilige Land und veranlasste mit ihrem Sohn den Bau der Geburtskirche in Bethlehem sowie der Grabeskirche in Jerusalem (* Heiliges Grab). Der Legende zufolge fand Kaiserin Helena das "wahre Kreuz" (* Kreuzauffindung), ihr Attribut ist deshalb das Kreuz. Helena wird auch in der orthodoxen Kirche als Heilige verehrt. Ihr Porphyrsarg gelangte in das Vatikanische Museum.

2) Dem Ursprung nach wahrscheinlich eine minoische Vegetationsgöttin. Die griechische Mythologie bezeichnet sie als die schönste Frau der Welt. Helena entstammte einer Verbindung von * Zeus mit * Leda und war die Schwester der * Dioskuren und der * Klytämnestra. Ihrer Schönheit wegen wurde Helena bereits in der Jugend von * Theseus und Peirithoos geraubt. Von ihren Brüdern befreit, heiratete sie den mykenischen Prinzen * Menelaos, einen Bruder * Agamemnons. Um das beim * Paris-Urteil gegebene Versprechen einzulösen, entflammte * Aphrodite im Herzen Helenas eine wilde Leidenschaft für * Paris. Helena ließ sich deshalb während der Abwesenheit ihres Gemahls von dem schönen Jüngling entführen und folgte ihm nach Troja, wo sie bis zur Einnahme der Stadt durch die Griechen zehn Jahre lang an seiner Seite lebte (* Trojanischer Krieg). Menelaos, der geschworen hatte, seine Gemahlin wegen ihrer Untreue zu töten, führte sein Vorhaben nicht aus, da ihn Helena, wie es heißt, mit entblößten Brüsten empfing. Anderen Quellen zufolge blieb Helena ihrem Manne treu, und Paris entführte nur ein Trugbild nach Troja (vgl. * Menelaos).

Lit. 1): J. STRAUBINGER, Die Kreuzauffindungslegende, Paderborn 1912; P. MAZZONI, La leggenda della Croce nell'arte italiana, Florenz 1914; H. H. LAUER, Kaiserin H. Leben u. Legende, München 1967; E. RAMP, Die Legende vom Hl. Kreuz - ihre Bedeutung u. ihr geschichtl. Hintergrund, in: Winterthurer Jahrb. 1969; K. A. WIEGEL, Die Darstellung der Kreuzauffindung bis zu Piero della Francesca, Diss. Köln 1973.

Lit. 2): D. BRUNNHOFER, H., Diss. Zürich 1941; K. KERÉNYI, Die Geburt der H., Zürich 1945; P. WIESMANN, Die schöne H. Darstellung eines Menschen bei Homer, Chur 1950; R. v. RANKE-GRAVES, Griech. Mythologie, Reinbek b. Hamburg 1989.


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