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Das grosse Kunstlexikon von P.W. Hartmann

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Helios , griechisch, "Sonne", griechischer Sonnengott, Sohn des Titanenpaares * Hyperion und * Theia. Die Geschwister des Sonnengotts sind * Eos, * Hekate und * Selene. Letztere sowie Perse werden als seine Gemahlinnen angeführt, die Zauberin * Kirke gilt als seine Tochter.

Helios entspricht dem römischen Sonnengott * Sol. Jeden Tag taucht er mit seinem von vier ungebärdigen, feuerschnaubenden Rossen gezogenen Wagen im Osten aus dem * Okeanos auf, fährt steil über den Himmel und taucht am Abend wieder in den die Erde umgebenden Ringstrom ein. Da Helios vom Himmel aus alles sieht, wurde er als Schwurzeuge angerufen. Um zu beweisen, dass er der Sohn des Sonnengottes sei, durfte * Phaeton eines Tages den Sonnenwagen lenken. Als er die Herrschaft über das Gespann verlor und Himmel und Erde in Brand zu setzen drohte, wurde Phaeton von * Zeus mit einem Blitz aus dem Gefährt geschleudert. Eine andere Sage berichtet: Da Helios die Liebesbeziehung von * Ares und * Aphrodite aufdeckte, entfachte Aphrodite aus Rache im Sonnengott eine verzehrende Liebe zu einer Sterblichen. Er verliebte sich in * Leukothoë, die Tochter eines Perserkönigs, und verschaffte sich in Gestalt von deren Mutter Zutritt in ihre Gemächer. Die * Nymphe * Klythia war auch in Helios verliebt und verriet das Liebesverhältnis aus Eifersucht. Der Perserkönig verfügte daraufhin, seine Tochter lebendig zu begraben. Da Helios die Geliebte nicht mehr retten konnte, ließ er Leukothoë als Weihrauchstrauch aus der Erde wachsen und verwandelte sodann die geschwätzige Nymphe Klythia in eine Sonnenblume. Da ihre Liebe aber weiterhin dem Sonnengott galt, wenden die Sonnenblumen seither ihre Köpfe stets der Sonne zu.

Auf alten Darstellungen der * Kreuzigung Christi sind Helios, d. h. die Sonnenscheibe, und der Mond (* Selene) im Hintergrund zu sehen, Helios manchmal auch als Halbfigur oder sogar mit seinem Sonnenwagen, etwa auf dem um 860 entstandenen Elfenbeinrelief des Einbanddeckels des * Perikopenbuches Heinrichs II. (München, Staatsbibliothek). In * Planetenbüchern und auf * Planetenkinderbildern wird Helios mit * Apollon gleichgesetzt.

A. HAUBER, Planetenkinderbilder u. Sternbilder, Straßburg 1916; K. SCHAUENBURG, H., Berlin 1955; H. KRAUSS, E. UTHEMANN, Was Bilder erzählen, München 1988.


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