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Das grosse Kunstlexikon von P.W. Hartmann

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Hellenistische Kunst , die Kunst der Griechen im Zeitalter des Hellenismus. Den Begriff Hellenismus prägte der berühmte deutsche Historiker J. G. Droysen (1808-1884) und verwendete ihn erstmals in seinen Werken "Geschichten Alexanders d. Gr." und "Geschichten des Hellenismus" für die Periode griechische Kultur, die mit der Herrschaft * Alexanders d. Gr. (König seit 336 v. Chr.) begann und mit Augustus, dem ersten römischen Kaiser (27 v. Chr.-14 n. Chr.), endete. Als Hellenistische Kunst gilt heute im Allgemeinen die * griechische Kunst des 3. bis 1. Jh. v. Chr. in Griechenland und den von den Griechen beherrschten Gebieten im Mittelmeerraum und im Orient, wobei die Anfangsphase (2. Hälfte 4. Jh. v. Chr.) als Vorhellenismus bezeichnet wird.

In reiner Form währte die Hellenistische Kunst bis zur Zeit des Augustus, in angepasster Form lebte die Hellenistische Kunst allerdings in der römischen Kunst bis in das 2./3. Jh. n. Chr. fort. Während zu Beginn der Hellenistischen Kunst wirklichkeitsbezogene Themen vorherrschten (* Genremotive), wurden am Höhepunkt des Hellenismus vor allem repräsentative * mythologische Sujets bevorzugt (Pergamonaltar). Das bekannteste Bildwerk der Hellenistischen Kunst ist die so genannte Laokoongruppe, ein 1,84 m hohes Marmorbildwerk der Bildhauer Athanodoros, Hagesander und Polydoros aus Rhodos (wohl um 50 v. Chr.). Dargestellt ist der trojanische Apollonpriester * Laokoon, wie Seeschlangen ihn und seine beiden Söhne erdrücken. Heute wird die 1506 auf dem Esquilin in Rom gefundene Marmorgruppe im Cortile del Belvedere des Vatikans aufbewahrt. Plinius sah in der äußerst bewegt gestalteten Marmorgruppe das Meisterwerk aller Kunst, eine Ansicht, der sich später auch Michelangelo anschloss.

J. CHARBONNEAUX, Das hellenist. Griechenland, in: Die griech. Kunst, Bd. 3, München 1977; M. HADAS, Der H.: Werden u. Wirkung, München 1983; F. W. WALBANK, Die hellenist. Welt, München 1983; H. LAUTER, Die Architektur des H., Darmstadt 1986; A. LINFERT, Kunstzentren hellenist. Zeit: Studien an weibl. Gewandfiguren, Wiesbaden 1976.


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