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Das grosse Kunstlexikon von P.W. Hartmann

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Helm , von althochdeutsch helan, "verbergen",

1) schon im Altertum zum Schutz des Kopfes getragene, nach außen hin stabile Kopfbedeckung, z. B. die mit Eberzähnen bestückten Lederkappen der Mykener. Die in großer Zahl hergestellten Helme der römischen Legionäre waren anfänglich aus Leder, mit Metallbeschlägen, später dann aus Bronze, mit beweglichen Wangenstücken, die mit Lederriemen unter dem Kinn zusammengehalten wurden. Seit dem 10. Jh. war der von den Rittern getragene so genannte eiserne * Topfhelm üblich. Als ältester Topfhelm gilt ein im Museum für Deutsche Geschichte ausgestelltes Exemplar. In der Folge änderte sich die Helmform mehrmals, wobei, wie bei den Rüstungen, oft nicht so sehr die Funktion, sondern die Mode ausschlaggebend war. (Vgl. * Beckenhaube, * Hundsgugel, * Morion, * Schaller.) Oft waren Helme mit Federbuschen (* Plumage) oder z. B. mit einem horn- bzw. vogelschwingenförmigen Helmschmuck ausgestattet, der nicht nur der Zier diente, sondern den Träger auch größer erscheinen lassen sollte (* Zimier). Der geschlossene Ritterhelm war für das Entstehen der * Wappen ausschlaggebend. Da der Träger nicht zu erkennen war, wurde sein Name durch ein Sinnbild kenntlich gemacht (* Heraldik). Zu den am längsten verwendeten Helmen zählt der Morion, der den * Trabanten als Kopfschutz diente und heute noch von Angehörigen der "Schweizer Garde" im Vatikan getragen wird.

2) Der pyramidenförmige Abschluss (* Riesen) einer gotischen * Fiale.

G. Frh. v. SUTTNER, Der H. von seinem Ursprung bis gegen die Mitte d. 17. Jh., Wien 1877/78; H. MÜLLER, F. KUNTER, Europ. H., Berlin 1984; Antike H., Kat., Bonn 1989.


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