Hepplewhite-Stil , von dem englischen Kunsttischler George Hepplewhite (gest. 1786, London) 1780-1785 in Anlehnung an das * Louis-seize entwickelter Möbelstil.
Während die von Hepplewhite hergestellten leichten, zierlichen Möbel zu seiner Zeit im wesentlichen auf England beschränkt blieben und einen reizvollen Gegensatz zu dem schwerfälligeren * Chippendale-Stil bildeten, beeinflusste sein 1788 posthum erschienenes Werk "The Cabinet-Maker's and Upholsterer's Guide" (2. und 3. Auflage 1789 bzw. 1794) auch die Möbelhersteller auf dem Kontinent. Die Rückenlehnen der Hepplewhite-Sessel sind oft oval bzw. herz- oder schildförmig ausgeführt und mit einem Ornament verziert, das aus drei in ihrer Anordnung an die * Französische Lilie erinnernden Straußenfedern besteht und vermutlich auf das Wappen des Prinzen von Wales zurückgeht. Bisweilen wird der Dekor als * Getreideähren-Motiv gedeutet. Die von Hepplewhite entworfenen Möbeln sind in der Konstruktion einfach, gut durchdacht und wirken vornehm-elegant. Bevorzugte Holzsorten waren * Mahagoni und Satinholz (Seidenholz), mit Einlagen aus exotischen Hölzern.
I. M. BELL, Chippendale, Sheraton u. H., London 1900; R. EDWARDS, M. JOURDAIN, Georgian Cabinetmakers, London 1955; C. MUSGRAVE, Adam and Hepplewhite Furniture, London 1966.
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