Stücksuche:
Bitte mind. 2 Zeichen eingeben. Weitere Suchmöglichkeiten »

Das grosse Kunstlexikon von P.W. Hartmann

A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z
Nutzen Sie die Funktion der VOLLTEXTSUCHE, indem Sie Worte oder Wortteile in das Suchfeld eingeben. Das Kunstlexikon beschreibt ca. 10.000 Begriffe, hat 5,5 Mio Zeichen ( Druckausgabe: 1663 Seiten). Die Begriffe verweisen insgesamt auf ca. 35.000 Quellen.  
 Volltextsuche: nur in der Begriffsliste suchen

Amulett , lat. amuletum, von amoliri, "abwenden".

Bezeichnung für ein  magisches Schutzmittel. Die von Jägern der Steinzeit um den Hals getragenen Raubtierklauen, die die Kraft des erlegten Tiers auf den Träger übertragen sollten, zählen ebenso zu den Amuletten wie der * Abraxasstein oder der * Skarabäus der Ägypter. Von einem Amulett erhoffen sich die Menschen in erster Linie eine apotropäische, d. h. unheilabwehrende Wirkung. Das Bestreben des einzelnen, sein Geschick durch mystische Zeichen und Symbole günstig zu beeinflussen, war und ist in unsicheren, vom Aberglauben bestimmten Zeiten stark verbreitet. Das Tragen von Amuletten wurde zuweilen durch die Obrigkeit untersagt. So erließ Kurfürst Maximilian von Bayern 1611 ein "Landgebot", das der Bevölkerung das Tragen solcher Anhängsel an Hals oder Leib verwehrte. Ausgenommen waren nur Objekte, die von der Kirche ausdrücklich erlaubt worden waren, wie Kreuze, Münzen und Medaillons mit Darstellungen von Heiligen sowie Reliquienanhänger. Doch selbst in der aufgeklärten Gegenwart sind apotropäische Symbole gebräuchlich, wobei auch den Kreuz-, Engel- und Marienanhängern ein gewisser Amulettcharakter anhaftet, sollen doch auch sie Unglück abwenden helfen. Amulette werden in der Regel am bloßen Körper, z. B. um den Hals oder als Ringe getragen. Im alten Griechenland trug man Amulettschnüre auch schräg um die Schulter sowie um Oberarm und Oberschenkel. Das Schutzbedürfnis ist häufig mit der Freude am Schönen verbunden.

E. ECKSTEIN, J. H. WASZINK, A., in: Reallex. für Antike und Christentum 1, 1950; H. MAUÉ, L. VEIT, Münzen in Brauch und Aberglauben, Kat., Mainz 1982; A. und D. KNUF, A. und Talismane: Symbole des magischen Alltags, Köln 1984.


<< Amtszeichen Amun >>


Vertiefen Sie Ihr Wissen über Kunst!
Testen Sie unseren Gratisservice Kunstbegriff des Tages. Auf Wunsch erhalten Sie täglich oder wöchentlich per E-Mail einen Begriff aus dem Kunstlexikon geschickt.
Mehr Informationen »

Das Kunstlexikon für das iPhone!
Sie können das Kunstlexikon auch in einer für das iPhone optimierten Version ansehen. Klicken Sie einfach auf den nachfolgenden Link.
Jetzt öffnen »

Schmuckwissen>>


Aktuelle Objekte:

Gunda Maria ... >

Brennende Ne... >



Aktuelle Objekte:

Armin Muelle... >

Erik Anders >