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Das grosse Kunstlexikon von P.W. Hartmann

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Himmelfahrt Christi (lateinisch Ascensio Domini, griechisch Analipsis),

Bezeichnung für die in der Apostelgeschichte (1, 9) sowie im * Markus- (16, 19) und * Lukas-Evangelium (24, 51) geschilderte Begebenheit, dass Christus vor den Augen der * Apostel am 40. Tag nach der * Auferstehung emporgehoben wurde, bis ihn eine Wolke ihren Blicken entzog. Je nach Art der Darstellung wird zwischen der passiven (Jesus wird von Engeln emporgetragen) und der aktiven Himmelfahrt (Jesus steigt aus eigener Kraft empor) unterschieden. Wegen der Schreitstellung ist für dieses Motiv auch der Ausdruck "springender Christus" gebräuchlich. In der christlichen Kirche wird die leibliche Aufnahme Christi in den Himmel seit dem 5./6. Jh. am 40. Tag nach Ostern mit dem Fest Christi Himmelfahrt gefeiert. Die frühesten Darstellungen der Himmelfahrt Christi stammen vom Beginn des 5. Jh. Besonders bekannt ist das um 400 n. Chr. als Mittelstück einer fünffeldrigen Diptychontafel entstandene Elfenbeinrelief, auf dem Jesus wie über einen Hügel zum Himmel aufsteigt, während am rechten oberen Bildrand aus den Wolken die hilfreich entgegengestreckte * Hand Gottes zu sehen ist. Unterhalb befinden sich zwei * Jünger, völlig ergriffen von dem Schauspiel.

Der linke Bildteil ist dem Thema der * Auferstehung gewidmet, mit der Darstellung des Grabbaues, zweier Wächter und einem sitzenden Engel mit Redegestus. Er verkündet den am rechten unteren Bildrand stehenden * drei Frauen am Grab die Auferstehung Christi (Bayerisches Nationalmuseum München). Darstellungen der Himmelfahrt Christi, auf denen Engel den von einer * Mandorla umgebenen Sohn Gottes himmelwärts tragen, sind vor allem in der Ostkirche zu finden, z. B. auf * Ampullen palästinensischen Ursprungs (Domschatz zu Monza). Die Art der Gestaltung hat vermutlich antike * Apotheosen zum Vorbild, bei denen der vergöttlichte Kaiser von geflügelten Wesen, * Greifen oder * Genien, umgeben ist. Eine der ältesten Darstellungen dieser byzantinischen Version befindet sich in Istanbul auf dem um 400 datierten so genannten Prinzensarkophag von Sarigüsel.

S. H. GUTBERLET, Die H. in der bild. Kunst von den Anfängen bis ins hohe MA, Straßburg 1935; M. SCHAPIRO, The Image of the Disappearing Christ, in: Gazette des Beaux-Arts 85, 1943; G. KRETZSCHMAR, Himmelfahrt und Pfingsten, in: Zeitschr. für Kirchengesch. IV, 1954/55.


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