Hyalographie , Diaphanradierung, Glasklischeeabzug, Glasradierung,
Bezeichnung für die mittels eines Glasklischees (cliché verre) und lichtempfindlichem Papier hergestellte Kopie einer Zeichnung. Bei dem schon 1834 von Talbot verwendeten und 1853 von C. Corot vervollkommneten Verfahren wird bei einer lichtundurchlässig beschichteten Glasplatte die Zeichnung mit Hilfe einer * Radiernadel in die Schicht eingeritzt und das Glasklischee dann auf lichtempfindliches Fotopapier gelegt. Das Licht kann nur an den durch die Radiernadel freigelegten Stellen eindringen und so die Zeichung auf das Papier übertragen.
Eine andere Möglichkeit besteht darin, für die Zeichnung die lichtempfindliche Schicht einer mit Kollodium beschichteten Photoplatte zu verwenden, die danach belichtet und entwickelt wird. Mit dem auf diese Weise entstandenen Negativ können Kopien auf Fotopapier hergestellt werden.
O. H. BARNARD, The Clichés-verre of the Barbizon School, in: The Print Collector's Quarterly, Bd. 9, 1979; Cliché-verre, a survey of the medium, Kat., Detroit 1980; W. HALSTENBERG, Cliché verre. Zur historischen Funktion eines Mediums, München 1985.
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