Ikebana , japanisch, "lebendige Blumen", Bezeichnung für die japanische Lehre des Blumensteckens nach philosophischen und ästhetischen Richtlinien.
Das Arrangieren von Pflanzen, Schnittblumen und Zweigen geht auf die alte Tradition zurück, buddhistische Tempel mit Blumen zu schmücken, und gelangte im 6. Jh. von China nach Japan. Neben der künstlerischen Gestaltung sind symbolische Aspekte von großer Bedeutung. Das Universum repräsentieren etwa durch Richtung und Neigung in drei Hauptfelder angeordnete Zweige, Gräser etc., die als Shin (Wahrheit), Soe (Hilfe) und Tai (Körper) gelten. Die Verbindung der Spitzen der Hauptzweige bildet ein ungleichseitiges Dreieck.
I. SCHAARSCHMIDT-RICHTER, I., Frankfurt/M. 1962; B. BAUMGARDT, I. - eine Kunst, Meiling 1968; H. POINTER, I.praxis. Lehrbuch der klass. und modernen Formen japan. Blumenkunst, Leipzig, Radebeul 1976.
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