Illumination , von lat. illuminare, "erhellen", "beleuchten", "schmücken",
1) festliche Beleuchtung.
2) Die von * Illuminatoren vorgenommene farbige Bebilderung alter Handschriften. Auch bei frühen Drucken (* Inkunabeln) wird oft von Illumination gesprochen. Obwohl Malereien bereits auf altägyptischen * Papyrusrollen zu finden sind, erlebte die Illumination erst nach dem Aufkommen der Codices (d. h. der in Buchform gebundenen * Pergamente), die durch Abschreiben vervielfältigt wurden, eine Blütezeit. Besonders aufwendige Illuminationen sind in * Stundenbüchern zu finden. Abgesehen von den Frühdrucken, wird das Bemalen von Druckwerken und graphischen Blättern meist als * Kolorierung oder Handkolorierung bezeichnet.
D. DIRINGER, The illuminated book, London 1967; P. d'ANCONA, E. AESCHLIMANN, Die Kunst der Buchmalerei, Köln 1969; F. UNTERKIRCHNER, Die Buchmalerei. Entwicklung, Technik, Eigenart, Wien, München 1974; K. WEITZMANN, Spätantike und frühchristl. Buchmalerei, München 1977; M. THOMAS, Buchmalereien aus der Zeit des Jean de Berry, München 1979; E. G. GRIMME, Die Gesch. der abendl. Buchmalerei, Köln 1980; K. CSAPODI-GARDONYI, Europ. Buchmalerei, Leipzig, Weimar 1982; G. HÖHLE, Zur ober- und mittelrhein. Buchmalerei um die Mitte des 15. Jh., ausgehend von 2 Maltraktaten, Diss. Berlin 1984.
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