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Das grosse Kunstlexikon von P.W. Hartmann

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Abraham , abgeleitet von dem nordsemitischen Namen Abram, volksetymologisch gedeutet als "Vater einer Menge", arabisch Ibrahim, biblischer Patriarch, Sohn des Terach.

Abraham ist Symbolfigur eines neuen Menschengeschlechts und wird im AT als erster der drei * Erzväter der Israeliten bezeichnet, neben * Isaak und * Jakob. Abraham gilt auch als Stammvater der Christen und Moslems. Auf die Abstammung des von Gott erwählten Volkes von Abraham nehmen Darstellungen Bezug ("Abrahams Schoß"), die an das Motiv der Wurzel * Jesse (Jessebaum) erinnern.

Weiters wird Abraham als Prototyp des unbedingten Gehorsams Gott gegenüber angesehen. Die Attribute Abrahams sind das Opfermesser, sein Sohn Isaak und ein Widder (* Abraham opfert Isaak). Biblischen Texten zufolge lebte Abraham in der ersten Hälfte des 2. Jt. v. Chr. und stammte aus Ur in Chaldäa. Er folgte seinem Vater Terach, der mit dem ganzen Stamm von Chaldäa fortzog. Beim Aufenthalt in der Stadt Haran erreichte Abraham der göttliche Ruf mit der Aufforderung, seine Leute zu verlassen. Es wurde ihm geweissagt, dass er der Stammvater eines großen Volkes werde. Abraham zog mit seinen Angehörigen - zu ihnen zählten außer seiner kinderlosen Frau * Sara auch die Familie seines Neffen * Lot - nach Kanaan in Palästina und von dort wegen einer Dürre weiter nach Ägypten.

Seine Gemahlin gab er als seine Schwester aus, da er fürchtete, ihrer Schönheit wegen getötet zu werden. Der Pharao begehrte Sara, ließ sie jedoch in Ruhe, als am königlichen Hof Krankheiten ausbrachen und er erfuhr, wessen Frau sie war. Abraham kehrte daraufhin nach Kanaan zurück. Da das Land für die Herden Abrahams und Lots zu karg war, entschloss sich Lot, nach * Sodom, einem damals fruchtbaren Gebiet, zu ziehen. Obwohl Abraham und Sara bereits alt waren, hatte Abraham erneut eine Vision, Nachkommen zu bekommen so zahlreich wie die Sterne am Himmel. Da Sara wegen ihres hohen Alters nicht annahm, der Weissagung gerecht werden zu können, führte sie Abraham, dem damals gängigen Brauche kinderloser Ehefrauen entsprechend, ihre Leibmagd zu.

Es war dies Hagar, eine junge Ägypterin, die von Abraham guter Hoffnung wurde und * Ismael gebar. Dem Gesetz nach galten Söhne der Leibmägde als solche der Herrin, wenn diese unfruchtbar war. Eines Tages kamen drei "geheimnisvolle Fremde" zu Abraham und prophezeiten ihm, dass seine angetraute Frau in einem Jahr einen Sohn gebären werde (vgl. * Dreifaltigkeit). Sara, die im Inneren des Zeltes das Gespräch hörte, lachte über diese Weissagung. Zwei der drei Engel zogen hierauf nach Sodom (* Sodom und Gomorrha).

Ein Jahr nach der Ankündigung schenkte die Frau Abrahams einem Sohn das Leben. Er wurde Isaak genannt, ein Name, der sich auf das Lachen Saras bezieht. Es war Brauch, dass eine Sklavin, die ihrem Herrn als Leihmutter gedient hatte, freigelassen wurde, wenn die Herrin des Hauses selbst noch einen Sohn bekam. Nachdem Hagar, reich mit Proviant versehen, fortgezogen war, verirrte sie sich in der Wüste. Ein Engel zeigte der Frau einen Brunnen und eröffnete ihr, dass ihr Sohn Ismael gleichfalls Stammvater eines großen Volkes werden würde.


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