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Das grosse Kunstlexikon von P.W. Hartmann

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Islamische Kunst , Bezeichnung für die Kunst der unter dem Einfluss des Islam stehenden Völker.

Kultbilder, die bei anderen Religionen einen Hauptteil der Bildenden Kunst ausmachen, gibt es im Islam nicht. Allah, der Gott der Muslime, darf nicht dargestellt werden, auch nicht durch Symbole. Da im Koran sogar die Wiedergabe von Mensch und Tier abgelehnt wird, beschränkt sich der im Dienst der Religion ausgeführte Dekor meist auf * Mauresken, bestehend aus verschlungenen * stilisierten Pflanzenranken in Verbindung mit kalligraphischen Zierformen.

Eines der wenigen islamischen Motive ist der * Burak. Für die islamische Architektur sind so genannte * Stalaktitengewölbe und * Maurische Bogen charakteristisch. Als Dekor der Bauwerke dienen häufig Fliesen und * Fayencemosaike, deren Ornamentik und Farbenpracht durch schier unerschöpfliche Phantasie höchste Vollendung erlangt hat. Besonders schöne Beispiele Islamischer Kunst sind ferner bei Metallarbeiten zu finden, wobei vor allem die * Tauschierung zu hoher Blüte gelangte. Erwähnenswert ist auch die vor allem in Verbindung mit dem * Koran zum Ausdruck kommende islamische Buchmalerei mit ihren prachtvollen Mauresken, unter Einbeziehung der * Kalligraphie. Vgl. * mozarabische Kunst, * Mudejarstil.

R. PARET, Symbolik d. Islam, Stuttgart 1958; E. KÜHNEL, Die Kunst des Islam, Stuttgart 1962; E. KÜHNEL, Islam. Kleinkunst, Braunschweig 1963; E. KLINGE, Islam. Keramik, Kat., Düsseldorf 1973; A. KHATIBI, M. SIJELMASSI, Die Kunst d. islam. Kalligraphie, Köln 1977; G. MICHELL (Hg.), Architecture of the Islamic World: Its History and Social Meaning, London 1978; C. J. DU RY, Die Welt des Islam, München 1980; I., Meisterwerke aus dem Metropolitan Mus. of Art, New York, Kat., Berlin, New York 1982; J. M. ROGERS, Islamic Art & Design 1500-1700, London 1983; H. G. FRANZ, Von Baghdad bis Cordoba: Ausbreitung und Entfaltung der I. 850-1050, Graz 1984; V. ENDERLEIN, I., Dresden 1990.


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