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Das grosse Kunstlexikon von P.W. Hartmann

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Jansenistischer Christus , Bezeichnung für die Gestaltung des gekreuzigten Christus mit emporgestreckten statt der sonst üblichen ausgebreiteten Arme. Die Darstellung geht auf Cornelius Jansen (* Jansenismus) zurück und war von der katholischen Kirche zeitweise verboten.

In jansenistischer Manier ausgeführte vollplastische Christusfiguren sind selten und bestehen meistens aus Elfenbein. Es wird dabei die Möglichkeit genutzt, Figuren aus einem Stück zu schnitzen, was beim herkömmlichen Typus mit seitlich weggestreckten Armen wegen der begrenzten Materialstärke des Elefantenstoßzahns meist nicht möglich ist. Bei größeren Figuren müssen die Arme deshalb "angestückt", d. h. separat gefertigt und am Körper angesetzt werden. * Federkielkruzifixe sind immer in jansenistischem Stil geschnitzt, weil sie sonst in keinem Federkiel Platz finden würden.

A. GAZIER, Les Christs prétendus jansénistes, in: Revue de l'Art chrétien 60, 1910.


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