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Das grosse Kunstlexikon von P.W. Hartmann

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Joachimsthalsche Medaillen , Joachimstalische Medaillen, Mitte 16. Jh. in der böhmischen Stadt Joachimsthal (Jáchimov) aus dem dort gewonnenen Silber geprägte Gedenkmedaillen.

Bekannt ist die 1547 als Erinnerung an den Schmalkaldischen Krieg und an die Schlacht bei Mühlberg (bei Erfurt) geprägte Medaille, die als "erste deutsche Geschichtsmedaille" gilt. In dem Religionskrieg kämpfte Kaiser Karl V. gegen die im Schmalkaldischen Bund vereinten protestantischen Mächte und setzte nach der am 24. April 1547 gewonnenen Schlacht das Augsburger Interim durch. Gleichfalls in Joachimstal geprägt wurden Hus-Medaillen (vgl. * Hustaler).

Als Stempelschneider für die Prägestöcke der Joachimsthalschen Medaillen waren vor allem Concz Welc (CW), Hieronymus Dietrich, Zacharias Kempf sowie Michel und Wolf Milicz tätig. Besonders die so genannten Hus-Taler und Medaillen mit religiösen Motiven wurden bis in das 18. Jh. häufig nachgegossen.


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