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Das grosse Kunstlexikon von P.W. Hartmann

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Johannes Evangelista , lateinisch, "Johannes der Evangelist", Sohn des Zebedäus und der * Maria Salome, Lieblingsjünger Jesu Christi, Apostel und jüngster der * Evangelisten, dargestellt oft mit den Attributen Adler und Buch sowie Kelch und Schlange.

In alten Apostelverzeichnissen wird besonders hervorgehoben, dass Johannes Evangelista bartlos war. Gemeinsam mit Johannes Evangelista findet manchmal auch sein Schreiber Prochoros Erwähnung. Johannes Evangelista ist der Verfasser des so genannten Johannes-Evangeliums. Ob die geheime Offenbarung (* Apokalypse), deren Verfasser Johannes hieß, gleichfalls von ihm stammt, ist umstritten, wird heute aber im Allgemeinen bezweifelt. Sprache und Stil der Apokalypse weisen manche Besonderheiten gegenüber dem Johannesevangelium auf; dies könnte aber auch durch die besondere literarische Gattung und andere Umstände begründet sein.

Während der Christenverfolgung unter Kaiser Domitian (81-96 n. Chr.) soll Johannes an der Porta Latina (lateinisch Pforte) in Rom in einen Kessel mit siedendem Öl getaucht worden sein. Unversehrt geblieben, wurde er auf die Insel Patmos verbannt, wo er die Apokalypse geschrieben haben soll. Ein Ereignis aus dem Leben des Apostels ist besonders bekannt. Da die Priester des Artemistempels in Ephesus fürchteten, durch Johannes zu viele Anhänger zu verlieren, stellte ihn der Oberpriester Aristodemus vor die Wahl, entweder im Tempel zu opfern oder einen Becher mit Gift zu leeren, an dem zuvor zwei Verbrecher gestorben waren. Als Johannes über dem Becher das Kreuzzeichen schlug, entwich das Gift in Form einer Schlange. Johannes breitete danach seinen Mantel über die beiden Toten und erweckte sie wieder zum Leben. Davon tief betroffen, trat der Oberpriester selbst zum Christentum über.

Johannes soll im hohen Alter von 99 Jahren in Ephesus gestorben sein, als einziger der Apostel eines natürlichen Todes. Er stieg selbst in das Grab, und sein Tod war von großen Lichterscheinungen begleitet. Außer * Petrus ist Johannes der am öftesten dargestellte Apostel. Meist wird er gemeinsam mit Maria neben dem Kreuz Christi stehend wiedergegeben; manchmal ist als dritte so genannte * Assistenzfigur auch * Maria Magdalena zu sehen.

A. WIKENHAUSEN, Der heilige Johannes, Regensburg 1949; R. SCHNEIDER, Johannes der Evangelist, Freiburg 1955; B. STOLZ, F. WEISS, Johannes auf Patmos, Aschaffenburg 1971; H. KELLER, Reclams Lexikon der Heiligen und der biblischen Gestalten. Legende und Darstellung in der Bildenden Kunst, Stuttgart 1987.


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