Jungbrunnen . Nach mittelalterlichem Volksglauben sollte ein Bad im Jungbrunnen verjüngend wirken und alle Krankheiten heilen.
Der Jungbrunnen bildet das Thema zahlreicher Schwänke und volkstümlicher Darstellungen. Zu sehen sind auf diesen Bildfolgen alte Männlein und Weiblein, die nach einem Bad im Jungbrunnen wieder jugendlich werden und wie junge Ziegen herumspringen. Die ersten Darstellungen des Jungbrunnens sind in dem 1320 entstandenen französischem Roman "Roman de Fauvel" zu finden, Anfang 15. Jh. auch auf * Spiegelkapseln, Wandmalereien (Castello della Manta) und * Tapisserien. Ähnlichkeiten mit dem Jungbrunnen hat der im "Roman de la Rose" aus dem 13. Jh. beschriebene Liebesbrunnen.
A. RAPP, Der Jungbrunnen in Literatur und Bildender Kunst des Mittelalters, Diss. Zürich 1969/1976.
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