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Das grosse Kunstlexikon von P.W. Hartmann

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Justitia (lateinisch Iustitia), römische Göttin, die Personifikation der Gerechtigkeit.

Ihre Attribute sind * Ölzweig, * Zepter, Waage und Schwert.

Kaiser Augustus ließ der Göttin im Jahr 13 n. Chr. einen Tempel errichten. Die Gerechtigkeit zählt, neben der "clementia" (Milde), der "virtus" (Tapferkeit) und der "pietas" (Frömmigkeit) zu den kaiserlichen Tugenden. Dargestellt wurde sie in römischen Zeit meist nur auf Münzen. Später war es üblich, Gerichtsgebäude mit ihrem Abbild zu schmücken, wobei man sie meist mit verbundenen Augen sowie Waage und Schwert wiedergegeben findet. Die Griechen personifizierten Recht und Ordnung mit * Dike, die zu den drei * Horen zählt (vgl. * Tugenden und Laster).

O. R. KISSEL, J. Die Reflexionen über ein Symbol und seine Darstellung in der Bildenden Kunst, München 1984.


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