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Das grosse Kunstlexikon von P.W. Hartmann

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Kadmos (lateinisch Cadmus), Bruder der * Europa, Vater * Semeles und Ahnherr des thebanischen Königsgeschlechts.

Auf Weisung des Orakels von Delphi stellte Kadmos die Suche nach seiner Schwester ein, die von * Zeus in Gestalt eines Stiers entführt worden war. Weil er ohne Europa heimkehrte, wurde Kadmos von seinem Vater, dem phönikischen König Agenor, verstoßen und verließ mit seinen Begleitern die Heimat. Als Kadmos, getreu der Weisung des Orakels, dort, wo ihm eine Kuh begegnet war, diese opfern und eine Festung bauen wollte, wurden seine aus der nahen Quelle des * Ares Wasser schöpfenden Gefährten von dem schlangenartigen Drachen des Kriegsgottes verschlungen. Auf der Suche nach den Seinen traf auch Kadmos auf das Untier und tötete es. * Athene riet ihm, die Drachenzähne auszubrechen und auszusäen. Sofort wuchsen aus der Erde furchterregende Krieger, die Spartoi (Spartaner), "gesäte Männer".

Als Kadmos sie mit Steinen bewarf, töteten sie einander, weil sie sich gegenseitig der Steinwürfe beschuldigten. Nur fünf von ihnen blieben am Leben, die Kadmos dann beim Aufbau der Kadmeia halfen, wie die Burg des späteren Theben genannt wurde. Ihre Namen waren: Chthonios, Echion, Hyperenor, Peloros und Udaios. Sie gelten als Stammväter des thebanischen Adels. Einem göttlichen Schiedsspruch zufolge musste Kadmos dem Kriegsgott Ares als Sühne für den getöteten Drachen acht Jahre lang dienen. Danach erhielt er dessen Tochter * Harmonia zur Frau und herrschte mit ihr über Theben. Bei der auf der Kadmeia stattgefundenen Hochzeitsfeier, der alle Götter beiwohnten, schenkte * Hephaistos der Braut einen unheilbringenden Halsschmuck. Der Kampf mit dem Drachen und die Aussaat der Drachenzähne sind beliebte Motive der Bildenden Kunst.

H. KRAUSS, E. UTHEMANN, Was Bilder erzählen. Die klassischen Geschichte aus Antike und Christentum in der abendländischen Malerei, München 1988; H. HUNGER, Lexikon der griechischen und römischen Mythologie, Wien 1988.


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