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Das grosse Kunstlexikon von P.W. Hartmann

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Kalligraphie , griechisch, Schönschreibkunst.

Große Bedeutung hatte die Kalligraphie im Mittelalter. Vor der Erfindung des * Buchdrucks wurden Schriften von * Skriptoren (meist in Klöstern) durch Abschreiben vervielfältigt, wobei man vor allem auf die Ausführung der * Majuskeln großen Wert legte. Bis ins frühe 20. Jh. wurden wichtige Schriftstücke (Gesellenbriefe, Meisterbriefe etc.) regional noch in kalligraphischer Manier mit der Hand geschrieben. Alte Exemplare stammen von professionellen Briefschreibern und stellen kleine Meisterwerke dar.

Schönschreiben war in Österreich bis ca. 1950 an den Pflichtschulen ein spezielles Unterrichtsfach. Zum Unterschied von Europa, wo die Kalligraphie heute ihre Bedeutung verloren hat, wird sie nicht nur in China und Japan gelehrt, sondern auch in den islamischen Staaten nach wie vor in den Koranschulen ausgeübt. Da im Islam die Personifizierung und bildhafte Darstellungen Allahs untersagt sind und auch die Wiedergabe von Mensch und Tier nicht erlaubt ist, dienen die kalligraphisch geschriebenen Verse der Suren (Kapitel) des Korans als schmückender Dekor und gelten als Manifestation des göttlichen Wortes. Dementsprechend wird viel schöpferische Kraft und Sorgfalt an die Ausführung der Koranverse gewandt. Zierschrift ist nicht nur im Koran zu finden, sondern dient u. a. auch zur Ausschmückung der Moscheen, wobei sie entweder mit * Musivgold an Wände gemalt oder reliefförmig erhöht auf Fliesen an Innen- und Außenwänden von Moscheen angebracht wird.

E. KÜHNEL, Islamische Schriftkunst, Berlin 1942; CHIANG YEE, Chinese Calligraphy: an Introduction to its Aesthetic and Technique, London 1954; I. SCHAARSCHMIDT-RICHTER, Japanische Kalligraphie der Gegenwart, in: Das Kunstwerk 15, 1961/62; I. SCHAARSCHMIDT-RICHTER, Die Schreibkunst (sho) der japanischen Meister der Gegenwart, in: Graphis 25, 1969/70; A. SCHIMMEL, Islamic Calligraphy, Leiden 1970; Y. NAKATA, The Art of Japanese Calligraphy, New York, Tokio 1973; sho: Pinselschrift u. Malerei in Japan vom 7.-19. Jh., Kat., Köln 1975; A. KHATIBI, Die Kunst der islam. K., Köln 1977; M. DROGIN, Medieval calligraphy: its history and technique, London 1980; W. WILLETTS, Chinese Calligraphy: Its History and Aesthetic Motivation, Oxford 1982; G. u. K.-E. FORSBERG, Schrift - Kleine Schule d. K., Hamburg 1988; Sh. KOMATSU, K. S. WONG, F. CRANSTON (Bearb.), Chines. u. japan. K. aus 2 Jt. Die Slg. Heinz Götze, Heidelberg, München 1988.


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