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Das grosse Kunstlexikon von P.W. Hartmann

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Kamin , von griechisch kaminos, "Schmelzofen", "Bratofen",

Bezeichnung für eine in einem Wohnraum befindliche offene Feuerstelle. Über der Feuerstelle befindet sich der Kaminmantel (englisch Mantelpiece), der den in den Rauchfang mündenden Abzug bildet und vom Kaminsims umrandet wird. Sowohl der Kaminmantel als auch die Seitenteile sind bei alten Kaminen oft mit Steinmetzarbeiten oder * Stuck verziert.

Als wärmespeichernde und -abstrahlende Fläche sind seit dem 15. Jh. im Kamininneren, an der Rückwand der Feuerstelle, so genannte Kaminplatten aus Gusseisen gebräuchlich, die oft schöne Verzierungen aufweisen. Der * Sankt Galler Klosterplan lässt die Annahme zu, dass Kamine im heutigen Sinn schon im 9. Jh. in Verwendung waren. Bei diesem um 820 entstandenen und in der Stiftsbibliothek aufbewahrten Plan handelt es sich um die einzige erhaltene Architekturzeichnung aus dem Frühmittelalter.


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