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Das grosse Kunstlexikon von P.W. Hartmann

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Kanopen , Canopen (Mz.),

1) nach der ägyptischen Stadt Kanobos (östlich von Alexandria) benannte Garnituren, bestehend aus vier bauchigen Tonkrügen, in denen in Ägypten seit Mitte 3. Jt. die bei der Einbalsamierung entfernten Eingeweide der Toten beigesetzt wurden. Während die Deckel der Krüge im * Alten Reich flach waren, hatten sie im * Mittleren Reich die Form von Menschenköpfen. Sie sind mehr oder weniger einheitlich gestaltet, so dass es sich nicht um Bildnisköpfe der Verstorbenen handeln kann, wie bisweilen angenommen. Ab dem 13. Jh. v. Chr. hatten die vier Deckel die Form eines Menschen-, Affen-, Falken- sowie Schakalkopfs und entsprachen damit den Köpfen der vier als Schutzgötter verehrten Horussöhne.

2) Büstenförmige Aschenurnen der Etrusker aus gebranntem Ton (7./6. Jh. v. Chr.).


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