Karobube , russisch "Bubnowyj walet", der russische Ausdruck bedeutet auch "Spitzbube".
Zusammenschluss russischer Künstler, die gegen die etablierte, von den * Akademien vertretene Kunst protestierten. Die Gruppe machte im Dezember 1910 durch die in Moskau unter der Bezeichnung Karobube stattgefundene Ausstellung auf sich aufmerksam und existierte bis 1916. Die Bezeichnung Karobube soll auf Michail Larionow zurückgehen. Führende Mitglieder der Künstlergruppe waren ferner die Brüder D. und W. Burljuk, R. Falk, N. Gontscharowa, P. Kontschalowskij, A. Kuprin, A. Lentulow, I. Maschkow, Roschdestwenskij u. a.
Die Gruppe bekannte sich anfangs zu einer avantgardistisch-naiven Formensprache, als Quelle der Kreativität. 1912 kam es zu Unstimmigkeiten; Larionow, Gontscharowa und die Brüder Burljuk trennten sich von der Gruppe und organisierten unter den Namen "Eselsschwanz" und "Zielscheibe" eigene Ausstellungen. Nach dieser Abspaltung erfreute sich der gemäßigter agierende und westlich orientierte Rest der Gruppe Karobube einer steigenden Mitgliederzahl. Die Künstler setzten sich mit dem * Kubismus sowie der Malweise Cézannes auseinander und wurden im Westen bisweilen als "russische Cézannisten" bezeichnet. An den Ausstellungen der Gruppe Karobube nahmen manchmal auch K. Malewitsch und V. Tatlin teil.
C. GRAY, Die russische Avantgarde der modernen Kunst. 1863-1922, Köln 1963; Avantgarde O-Europa, Kat., Berlin 1967; G. POSPELOV, Karobube. Aus der Geschichte der Moskauer Malerei zu Beginn des 20. Jh., Dresden 1985.
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