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Das grosse Kunstlexikon von P.W. Hartmann

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Ker , griechisch, "Verderben", "Tod", schwarzer Dämon der Nacht, auch Seele eines Toten, die Unheil bringt.

Da in der Vielzahl auftretend, wird meist von Keren gesprochen. In der Antike stellte man sie immer schreckeinflößend hässlich dar, wie sie Menschen verfolgen, um sie zu verderben. Bisweilen wurden die Keren als die Seelen der Toten bezeichnet, denen man anlässlich des Anthesterien-Festes Speis und Trank opferte, sie dann aber am dritten Tag des Festes mit den Worten "Hinaus, ihr Keren, die Anthesterien sind vorbei!" wieder vertrieb.

Heute wird diese Auslegung vielfach in Zweifel gezogen und die Ansicht vertreten, dass es sich dabei um "Kares" handelte, nämlich um Sklaven. Manchmal setzte man die Keren auch den * Erinnyen gleich. Hesiod bezeichnete die Keren als Kinder der Nachtgöttin * Nyx.

H. HUNGER, Lexikon der griechischen und römischen Mythologie, Wien 1988.


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