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Das grosse Kunstlexikon von P.W. Hartmann
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Kerzenleuchter , seit dem Frühmittelalter gebräuchliche Halterung für * Kerzen.
Abgesehen von den als Wandleuchten (* Applike) konzipierten Exemplaren, sind Kerzenleuchter im Allgemeinen als Standleuchter ausgeführt und bestehen aus Standfuß, * Schaft und Kerzenhalterung, der meist eine Tropfscheibe zum Auffangen des abtropfenden Wachses angefügt ist. Die Halterung besitzt entweder einen Dorn (Dornleuchter), oder sie ist in Form einer * Tülle ausgebildet (Tüllenleuchter). Leichte, niedrige Kerzenleuchter für nur eine Kerze werden für gewöhnlich Handleuchter genannt. Eine Abart davon waren die im 19. Jh. besonders in England beliebten * Teleskopleuchter. Schwere, hohe, mehrarmige Kerzenleuchter heißen * Kandelaber. Zu den Sonderformen der Kerzenleuchter zählen der * Elefantenleuchter, der * Osterleuchter sowie die im jüdischen Kultus gebräuchliche * Menora und der * Chanukkaleuchter. Zur Herstellung von Kerzenleuchter dienen die verschiedensten Materialien, z. B. Elfenbein, Geweihstücke (Hirschhorn), Glas (* Silberglas), Holz, Keramik, Eisen, Messing, seltener Bronze und Silber.
D. J. EVELEIGH, Candle Lighting, Shire Album 132, Aylesbury, Bucks 1985; H. HOOS, Kerzenleuchter aus acht Jahrhunderten, Ausstellungskat. Mus. f. Kunsthandwerk, Frankfurt/M. 1987/1988.
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