Kleinigkeitsarbeit , vollplastisch ausgeführte Schnitz- oder Drechselarbeit von besonders kleinem Format.
Kleinigkeitsarbeiten wurden von der Spätrenaissance bis ins Biedermeier hergestellt und galten als Kuriosa. Zu den Beispielen für Kleigkeitsarbeit zählen winzige Objekte aus Elfenbein, etwa plättchenförmige Schüsselchen, von denen hundert in einem Pfefferkorn Platz finden, winzige Kegelspiele, die in kleinen gedrechselten Behältern in Apfelform aufbewahrt werden, ferner * Federkielkruzifixe, * beschnitzte Kirschkerne etc.
Bekannt für Kleigkeitsarbeiten waren vor allem die Schnitzer und Drechsler in Geislingen a. d. Steige, etwa der "Kleinigkeitskünstler" Abraham Elias Resch.
H. SCHMOLZ, Die Geislinger Beindreher, in: Alt Württemberg, Heimatgeschichtl. Blätter der IWZ, 12. Jg., Nr. 7, 1966; E. v. PHILIPPOVICH, Elfenbein, München 1982.
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