Kleinplastik , bildhauerische Arbeit kleinen Formats.
Zur Kleinplastik werden u. a. die meist kleinen * prähistorischen * Idole gezählt sowie die durch das limitierte Materialausmaß (wenn aus einem Stück bestehend) kleinformatigen figürlichen Schnitzereien aus Bein und Elfenbein. Die so genannte * Kabinettplastik umfasst gleichfalls für gewöhnlich nur kleinplastische Arbeiten. Obwohl im Allgemeinen kleinfigurig, wird im Zusammenhang mit Bozetti selten von Kleinplastiken gesprochen, da es sich bei ihnen um keine fertigen Kunstwerke handelt (* Bozzetto). Häufig gebraucht wird der Ausdruck Kleinplastik in Verbindung mit den im Jugendstil und im Art deco beliebten, oft in * chryselephantiner Technik gestalteten Frauenfiguren; sie werden manchmal auch mit dem alten Ausdruck * Kabinettplastik angesprochen.
M. v. FREEDEN, Kleinplastiken des Barock, Stuttgart 1951; E. W. BRAUN, Kleinplastik Der Renaissance, Stuttgart 1953; P. H. FEIST (Einl.), 1. K.-Wanderausst., Kat., Berlin 1960; I. RASMUSSEN, Dt. K. der Renaissance u. des Barock, Hamburg 1975; Internat. K. - Triennalen, Kat., Fellbach 1980 ff.; R. BERGER, Vom Luxusgeschöpf zur modernen Frau: die Darstellung der Frau in der dekorativen K. der 20er Jahre, in: Weltkunst 56, H. 7, 1986; F. BRUNHUBER, K.: Was ist groß, was ist klein, in: Steinmetz und Bildhauer 102, 8, München 1986; 7. Internat. K.ausst. in Budapest, in: Bildende Kunst 4, 1988.
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