Kleisterpapier , spezielle Art von * Buntpapier.
Bei der Herstellung wird mit Farbstoff vermengter * Kleister gleichmäßig dünn auf Papier gestrichen und in diese Schicht mit Kämmen etc. Muster gezeichnet.
Eine Sonderform ist das wie die * Klecksographie im * Abklatschverfahren hergestellte Kleisterpapier. Das Papier wird zu dem Zweck entweder zusammengefaltet oder ein zweites Papier darübergeklatscht. Nach dem Entfalten bzw. Abheben ist auf der linken und der rechten Papierseite eine willkürlich entstandene marmorierte Zeichnung zu sehen, weshalb auf die Weise verziertes Kleisterpapier bisweilen auch Marmorpapier genannt wird. Durch einen Auftrag von Schellacklösung wird die Haltbarkeit des Papiers erhöht. Das seit Mitte 17. Jh. bekannte Kleisterpapier war besonders im 19. Jh. und in der 1. Hälfte 20. Jh. beliebt, z. B. als * Vorsatzpapier und als Überzug von Schmuckschachteln, Mappen etc.
H. H. BOCKWITZ, Buch u. Papier, Leipzig 1949.
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