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Das grosse Kunstlexikon von P.W. Hartmann

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Knopf , meist scheibenförmiges Utensil aus Metall, Horn, (mit Stoff überzogenem) Kunststoff, Perlmutter etc., das Durchbohrungen oder eine an der Rückseite angebrachte Öse aufweist, um an einem Kleidungsstück angenäht werden zu können.

Durch das "Einknöpfen" in das dem Knopf gegenüberliegende Knopfloch können zwei Gewandteile miteinander verbunden werden. Runde Knopfformen lassen sich seit der Völkerwanderungszeit nachweisen; sie lösten die schon früher im Gebrauch stehenden bolzenförmigen Knebel in der Funktion ab. Knöpfe sind sehr stark der Mode unterworfen. Besonders aufwendig und kostspielig, unter Verwendung von Gold und Edelsteinen ausgeführt wurden sie vom Barock bis zum Klassizismus.

Überliefert ist, dass der prachtliebende "Sonnenkönig" (Ludwig XIV.) riesige Summen für Knöpfe aus Gold und Edelsteinen ausgab. Auch Schmuckstücke in Knopfform werden häufig als Knopf bezeichnet (* Flinserl).

M. v. BOEHN, Das Beiwerk der Mode, München 1928; P. PEACOCK, Discovering Old Buttons, Aylesbury, Bucks 1984.


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