Koloss von Rhodos , eines der * Weltwunder der Antike. Die gigantische Plastik stellte den Sonnengott * Helios dar und stand an der Hafeneinfahrt von Rhodos.
Der 838 n. Chr. von Ludwig dem Frommen zum Abt von Reichenau eingesetzte Benediktiner Walahfrid Strabo bezeichnete in seinem liturgisch-archäologischen Handbuch den Lysippos-Schüler Chares von Lindos als "Architekten" der * Kolossalstatue. Gestiftet und zusammengebaut wurde das aus zahllosen Bronzeteilen bestehende * Standbild von den Bewohnern von Rhodos, nachdem sie von Demetrios vergeblich belagert worden waren. Im Inneren der nach Plinius (Nat. hist. 34, 41) 70 Ellen, also über 32 m hohen Riesenstatue befand sich ein durch Mauerwerk stabilisiertes Eisengerüst. 227 v. Chr. wurde der Koloss von Rhodos durch ein Erdbeben umgestürzt. Er stand somit etwas länger als ein halbes Jahrhundert, da seine Einweihung 285/283 v. Chr. erfolgt sein soll.
G. LIPPOLD, Handbuch der Archäologie III, 1, München 1950; W. EKSCHMITT, Die sieben Weltwunder. Ihre Erbauung, Zerstörung und Wiederentdeckung, Mainz 1984.
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